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DVAG-Preis für Angewandte Geographie 2021

Pressemitteilung 16.09.2021

DVAG-Preis für Angewandte Geographie 2021

Prämierte Bachelorarbeit: Anne Bresser – Erreichbarkeit von Krankenhäusern

Prämierte Masterarbeit: Marie Volkert – Elektrizitätsversorgung in Kenia

Der Deutsche Verband für Angewandte Geographie e.V. verleiht den Preis für Angewandte Geographie 2021 in der Kategorie Bachelorarbeiten an Anne Bresser  für ihre am Geographischen Institut der Universität Bonn erstellte Arbeit zum Thema „Erreichbarkeit von Krankenhäusern in Berlin-Brandenburg“. In ihrer Examensarbeit unter Betreuung von Prof. Dr. Klaus Greve von der Universität Bonn hat sie sich mit der Schließung und Zentralisierung der Krankenhausinfrastruktur in Wechselwirkung zur Erreichbarkeit der stationären Notfallversorgung in Berlin-Brandenburg beschäftigt. Anne Bresser hat über den analytischen Teil der Arbeit hinaus konkrete Handlungsempfehlungen in den Bereichen Luftrettung, Telenotfallmedizin und dem Einsatz von Notfallinformationssystemen abgeleitet.

Im Bereich der Masterarbeiten wird der DVAG-Preis für Angewandte Geographie 2021 an die am Geographischen Institut der Universität Köln von Marie Volkert erstellte Arbeit zum Thema „Electrification and Devolution in Kenya – Opportunities and Challanges“ ausgezeichnet. Die Masterarbeit wurde von Prof. Dr. Peter Dannenberg von der Universität Köln betreut und beschäftigt sich im Kontext der geographischen Entwicklungsforschung am Beispiel des afrikanischen Staates Kenia mit der Bedeutung der Elektrifizierung sowohl aus infrastruktureller Sicht für die sozioökonomische Entwicklung als auch mit der Steuerung dieser Entwicklung durch Akteure staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen. Gerade dieser Governance-Ansatz greift die Perspektive der Angewandten Geographische im Kontext der Entwicklungsforschung auf und identifiziert zentrale Steuerungsgrößen.

Die Jury hat beide Arbeiten aufgrund ihrer unmittelbaren raumbezogenen Planungs- und Praxisrelevanz und damit im Sinne einer „Angewandten Geographie“ ausgezeichnet. Prof. Dr. Rudolf Juchelka, DVAG-Vorstandsmitglied und Leiter der Auswahljury: „Anne Bresser und Marie Volkert gehen in ihrer Bachelor- bzw. Masterarbeit über die reine akademische  Problemanalyse ihrer Fragestellung hinaus. Sie verdeutlichen durch konkrete Handlungs-empfehlungen, eingebettet in ihren geographischen Untersuchungsansatz, dass ein unmittelbarer Praxisbezug sowohl im Bereich der medizinischen Infrastrukturzugänglichkeit als auch in der Steuerung von Infrastrukturversorgung in Entwicklungsländern besteht.“ Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro für die prämierte Bachelorarbeit und 1.000 Euro für die ausgezeichnete Masterarbeit wird vom Deutschen Verband für Angewandte Geographie in Zusammenarbeit mit dem Julius Springer Verlag Heidelberg-Berlin gestiftet Die Preisverleihung findet auf der Geo-Woche Anfang Oktober 2021 statt.

Insgesamt haben sich um den DVAG-Preis für Angewandte Geographie in der Ausschreibung 2021 fünf Bachelor und acht Master-Studierende beworben. Die Spannweite der allesamt hochwertigen Abschlussarbeiten reichte beispielhaft von der Bedeutung von Wochenmärten für die Stadtteilentwicklung über Hitzebelastungen in Großstädten bis hin zu Abwanderungsproblemen im ländlichen Raum. Der Auswahljury gehörten neben DVAG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Rudolf Juchelka die DVAG-Vorsitzende Luisa Linek-Schmidt M.Sc. sowie der Vorsitzende der Gesellschaft für Geographie und Geologie Essen und langjähriges DVAG-Mitglied Dipl.-Geogr. Friedrich Schulte-Derne an.

Der Deutsche Verband für Angewandte Geographie e.V. (DVAG) ist die Plattform der Angewandten Geographie in Deutschland. Für Berufstätige wie für Studierende bietet er Zugang zu Themen und Kontakten der geographischen Praxis: Zielgerichtet, schnell und hochwertig. Eines seiner Kernanliegen ist – neben der Vernetzung der Mitglieder untereinander und mit der Fachöffentlichkeit – die Information der Öffentlichkeit über die Aufgaben und Berufsfelder der Geographie abseits der Hochschulen und über aktuelle raumbezogene Herausforderungen, bei denen die Anwendung von geographischen Kenntnissen, Methoden und Forschungsergebnissen zum Tragen kommen. Gegründet 1950, zählt der DVAG aktuell rd. 1.300 Mitglieder und ist damit der größte europäische Berufsverband von Geographinnen und Geographen, die außerhalb von Schule und Hochschule in Wirtschaft, Verwaltung, Forschung, Politik oder freiberuflich tätig sind.

Ansprechpartner für weitere Informationen: DVAG-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Rudolf Juchelka, Tel. 0201/1832632, Mail: Rudolf.Juchelka@uni-due.de / www.geographie-dvag.de

Pressemitteilung (PDF)

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