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Call for Abstracts: „Die Region. Eine Begriffserkundung“

Call for Abstracts für Beiträge zum Buch:
„Die Region. Eine Begriffserkundung“

Idee und Zielsetzung des Buches
Dem Begriff der Region wurde vor 25 Jahren eine besondere Konjunktur oder auch eine inflationäre Verwendung attestiert. Die Verwendungshäufigkeit ist seitdem wohl kaum zurückgegangen, weder in der Geographie und anderen Wissenschaftszweigen noch in der Praxis der räumlichen Entwicklung und Planung, in politischen Diskursen oder im allgemeinen öffentlichen Sprachgebrauch. So war jüngst u.a. auch im Zuge der COVID-19-Pandemie von Politiken der Regionalisierung und einer Bedeutungszunahme der regionalen Ebene die Rede. Gleichwohl scheinen die Debatten um den sehr unterschiedlich verwendeten Regionsbegriff weitgehend an Bedeutung verloren zu haben.
Das Buchprojekt soll neue Denkanstöße zum Verständnis von „Region” geben, ohne jedoch eine generalisierende Begriffsbestimmung anzustreben. Mit dem Buch wollen wir vielmehr den Versuch unternehmen, uns den verschiedenen Schattierungen des Regionsbegriffs auf indirekte Weise zu nähern: „Die Region“ soll dabei als Begriff nicht für sich alleine stehen, sondern als Kompositum: in Form von Regionsbegriffen, die in der öffentlichen wie auch in der wissenschaftlichen Kommunikation und Praxis präsent sind, wie z.B. „Planungsregion“, „Untersuchungsregion“, „europäische Region“, „Identitätsregion“ oder „periphere Region“, in Form von funktionalen Regionsbegriffen wie „Industrieregion“, „Tourismusregion“ oder „Produktregion“ sowie auch mit Regionsbegriffen, die für Konzepte der Regionalentwicklung Verwendung finden, wie die „lernende Region“ , „smarte Region“, „klimaangepasste Region“ oder auch die „abgehängte Region“. Die Annäherung erfolgt auch über weniger etablierte Begriffe, die aber bestimmte Perspektiven und Verständnisse transportieren, wie etwa „geteilte Region“, „hybride Region“ oder „virtuelle Region“. Indem die einzelnen Beiträge bestimmte Regionsbegriffe im jeweiligen thematischen Kontext und in ihrer normativen und/oder deskriptiven Bedeutung reflektieren, werden auch Grundsatzfragen der Regionalisierung und Regionalität, z.B. im Hinblick auf die Maßstabsfrage oder die Ambivalenz zwischen Integration und Abgrenzung angesprochen. Insofern soll das Buch eine kritische Überprüfung vorherrschender Regionskonzepte in Forschung und Lehre bieten sowie
Anregungen dafür, wie „Regionen“ und „das Regionale“ neu gedacht werden können. Mittels praxisrelevanter Reflexionen soll es zudem Inspirationen bieten für Anwendungsfelder wie Regionalentwicklung, -planung, -politik, -management und-marketing. Im Vordergrund steht dabei „die Region“
im deutschsprachigen und europäischen Kontext.

 

Format und Umfang
Beiträge zu dem im Transcript-Verlag erscheinenden Buch (gesamt ca. 300 Seiten) sollen jeweils 3.000-5.000 Wörter, inklusive Literaturangaben, umfassen. Ein essayistischer Stil ist nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht. Das Buchprojekt bietet die Gelegenheit, möglichst vielfältige Zugänge zur „Region“ vorzustellen und gewährleistet – ganz im Sinn einer „Erkundung” – durch seine konzeptionelle Offenheit Experimentierfreudigkeiten in der Vermittlung seiner Inhalte, etwa durch ergänzende visuelle Elemente in den Einzelbeiträgen. Die Texte sollen für ein Fachpublikum ohne größere Vorkenntnisse geschrieben sein (d.h. mit wissenschaftlichem Anspruch, aber möglichst allgemeinverständlich formuliert) und Hinweise zur grundlegenden wie auch weiterführenden Fachliteratur zu den jeweiligen Begriffen und Themen enthalten.

Einreichung von Abstracts für Beitragsvorschläge
Alle, die gerne als Autor·innen an dem Buchprojekt mitwirken möchten, sind eingeladen, Vorschläge für Beiträge einzureichen. Wer Interesse und eine gute Idee für einen Beitrag hat, schreibe uns bitte in Form eines Abstracts ihren/seinen Regionsbegriff mit einem kurzen Konzept des vorgeschlagenen
Beitrags. Das Abstract sollte ca. 400 Wörter umfassen und ist bis spätestens 15. Juni 2021 zu senden an: tanja.zoehrer@uni-graz.at

Zeitplan
Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis 15. Juli 2021.
Bei einem Autor·innentreffen im Rahmen der #GeoWoche 2021 am 9. Oktober 2021 ist eine Diskussion des Buchkonzepts geplant.
Die Beiträge sind bis spätestens Ende Jänner 2022 einzureichen.
Geplantes Erscheinungsdatum des Buches: September 2022.

Die Herausgeber·innen
Ulrich Ermann, Malte Höfner, Sabine Hostniker, Ernst Michael Preininger und Danko Simić, Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz

 

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