CfP: Tagung des AK Politische Geographie Münster, 16.-18.05.2019

CfP: Tagung des AK Politische Geographie Münster, 16.-18.05.2019

13.02.2019

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CfP: Zurück zur Geopolitik? Leitbilder, Risikoszenarien, Diskurse und Emotionen in der Politischen Geographie.
Tagung des AK Politische Geographie in Kooperation mit dem DFG-Projekt zur neuen Geopolitik von Ost & West am 16.-18.05 2019 in Münster

 

Nach dem Ende des Kalten Krieges gibt es derzeit keine klaren Schließungen mehr im Feld der globalen Geopolitik, es gibt keine hegemoniale „geopolitical imagination“, die alle anderen dominiert. Stattdessen entstand eine Polyphonie von Weltsichten, Krisen- und Risikodiskursen auf verschiedenen Maßstabsebenen. In jüngster Zeit scheinen dabei auch alte geopolitische, geoökonomische und geostrategische Bilder aus den diskursiven „Archiven der Geopolitik“ zurück in politische Debatten zu kommen. Ein prominentes Beispiel ist die Formel vom „Neuen Kalten Krieg“, die etwa im Umfeld der Konflikte zwischen Russland und seinen westlichen Nachbarn vermehrt wieder auftaucht. Zugleich wird das „Atlantische Jahrhundert“ abwechselnd mal totgesagt oder wiederbelebt, China steigt in geopolitischen Leitbildern vom „Pazifischen Jahrhundert“ zum neuen großen Player auf. All diese Vorstellungen werden begleitet von einem wiedererstarkenden Nationalismus in geopolitischen und geoökonomischen Diskursen.

 

Vor diesem Hintergrund stellt die kritische Analyse geopolitischer Leitbilder aus Sicht der Politischen Geographie weiterhin ein spannendes, dynamisches und für die Zukunft wichtiges Forschungsfeld dar. Sie kann deutlich machen, wie sehr ein solches Denken in Raumkategorien politisch machtvoll ist, indem es eine an sich komplexe Welt in das Eigene und das Fremde ordnet. Gleichzeitig zeigen die jüngeren, auch von populistischen Strömungen gekennzeichneten Entwicklungen, dass solche Analysen neben der Ebene der Repräsentationen auch emotionale, affektive und materielle Komponenten geopolitischer Leitbilder stärker in den Blick nehmen müssen.
Präsentationen, thematische Sessions und andere Formate, die diese Zusammenhänge theoretisch oder empirisch adressieren, sind in deutscher oder englischer Sprache willkommen. Außerdem gibt die Tagung des Arbeitskreises wie immer auch die Gelegenheit, in einem Varia-Block andere Themen der Politischen Geographie zu präsentieren oder zu verhandeln.

 

Deadline für die Einreichung von Beiträgen ist der 25.02.2019 (verlängert). Fragen, Anregungen und Einsendungen bitte an creutziger@uni-muenster.de
Christoph Creutziger und Paul Reuber

 
 

CfP (PDF)