Auszeichnungen

Auszeichnungen

Preise des VGDH

Durch die Verleihung der VGDH-Dissertationspreise sowie des Lehrpreises hat es sich der Verband zur Aufgabe gemacht, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Preise werden üblicherweise im Rahmen des Deutschen Kongress für Geographie (Geographentag) verliehen.


Preisträger 2015

 

Lehrpreis

 

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Dr. Michael Handke

Der Lehrpreis des VGDH wurde 2015 erstmals ausgelobt. Die Jury hat sich auf Grundlage von elf Bewerbungen für die Lehrveranstaltung mit dem Titel “Mechanismen der Ökonomie aus geographischer Perspektive spielend erforscht” entschieden, die Dr. Michael Handke (Heidelberg) konzipiert und durchgeführt hat.

Den Lehrpreis 2015 erhält Dr. Handke für ein von den Teilnehmenden sehr gut bewertetes Seminar, das sich einem abstrakten und bei Studierenden in der Regel als schwierig eingestuften Thema widmet. Dr. Handke ist es gelungen, diese Thematik auf der Basis eines didaktisch gut durchdachten Lehrkonzepts sowohl hochgradig anspruchsvoll als auch buchstäblich spielerisch in die Praxis umzusetzen.


 

Dissertationspreise

 

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Dr. Iris Dzudzek

Frau Dr. Iris Dzudzek (Universität Frankfurt) erhält für Ihre Arbeit mit dem Thema „Kreativpolitik, Artikulation und Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen“ den Dissertationspreis in der Humangeographie. Ihre Arbeit wurde von Herrn Prof. Reuber (Universität Münster) vorgeschlagen.

Die Arbeit behandelt die Durchsetzung und Verbreitung von Politiken der Stadtentwicklung durch Förderung von Kreativität. Dabei hinterfragt die Studie grundlegend das Entstehen und die Effekte von Kreativpolitiken. Die anspruchsvolle theoretische Anlage wird in konsistenter Weise in ein empirisches Forschungsdesign übersetzt.

 


 

Dr. Isabelle John

Frau Dr. Isabelle John (Humboldt Universität zu Berlin) erhält den Dissertationspreis in Physiogeographie für ihre Arbeit zum Thema „High resolution palaeoclimate reconstructions from cave records of the Balkan Peninsula“ Die Arbeit hat Herr Prof. Endlicher (Berlin) vorgeschlagen.

Frau John behandelt mit der Rekonstruktion des quartären Paläoklimas nicht nur ein spannendes und innovatives Thema. In besonderem Maße überzeugt der analytisch-methodische Ansatz. Die genommenen Tropfsteinproben wurden mit innovativen Datierungsmethoden untersucht und dadurch gelang es, neue Erkenntnisse zu gewinnen.


Preisträger 2013

 

Dr. Tabea Bork-Hüffer

Dr. Tabea Bork-Hüffer

Den mit 1.500 Euro dotierten Dissertationspreis des VGDH im Bereich Humangeographie erhielt auf dem Geographentag in Passau Dr. Tabea Bork-Hüffer (Köln) für ihre Dissertation “Migrants Health Seeking Actions in Guangzhou, China. Individual Action, Structure and Agency: Linkages and Change”.

Tabea Bork-Hüffer hat innerhalb kürzester Zeit sehr konsequent und zielorientiert ihr Studium mit herausragenden Leistungen an den Universitäten Bonn, Belfast und Köln absolviert. 2011 wurde sie an der Universität Köln mit der preisgekrönten Dissertation und mit Auszeichnung (summa cum laude) promoviert. In dieser im Franz Steiner Verlag veröffentlichten Arbeit wird ein neuer gesellschaftstheoretischer Ansatz vorgestellt, der auf das Beispiel des genesungsorientierten Handelns von Land-Stadt-Wanderern angewandt wird, die in der Megastadt Guangzhou im Südosten Chinas leben. Damit gelingt es Tabea Bork-Hüffer in beeindruckender Tiefe, die vielschichtigen Einflussfaktoren von existierenden Machtstrukturen und Interessen der Akteure im Gesundheitssystem, individuellen Bedürfnissen, Erfahrungen und Strategien und der vor allem im chinesischen Kontext bedeutenden Entwicklung soziokultureller Faktoren zu durchdringen sowie ihre Verschränkung und Veränderung in Zeit und Raum unter Berücksichtigung der rasanten Transformationsprozesse im Land und der Wechselwirkungen mit Prozessen globalen Wandels aufzudecken. Die Arbeit besticht hinsichtlich ihrer völlig eigenständig entwickelten theoretisch-konzeptionellen Grundlagen, der gekonnten Verschränkung unterschiedlicher Theoriestränge und der ausgezeichneten Argumentationsführung.


Dr. Benjamin Bechtel (Hamburg), Foto: David Ausserhofer/KlimaCampus

Dr. Benjamin Bechtel (Hamburg), Foto: David Ausserhofer/KlimaCampus

 

Den mit 1.500 Euro dotierten Dissertationspreis des VGDH im Bereich Physische Geographie erhielt auf dem Geographentag in Passau Dr. Benjamin Bechtel (Hamburg) für seine Dissertation “Remote sensing of urban canopy Parameters for enhanced modelling and climate related classification of urban structures”.

Benjamin Bechtel studierte Geographie, Informatik, Physik und Stadtplanung an der Universität Hamburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg und an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit “Objektabstraktion von Bäumen aus Luftbildern – Vergleich und Steuerung von Segmentierungsverfahren zur Vorbereitung eines Expertensystems” und erhielt dafür 2008 ein Diplom in Geographie. 2012 wurde er mit Auszeichnung promoviert. In seiner Arbeit entwickelte er Parameter zur Beschreibung der aerodynamischen sowie thermischen Eigenschaften aus aktiven und passiven Fernerkundungsdaten und untersuchte deren Eignung zur Diskretisierung von Stadtstrukturen in klimatisch relevanten Einheiten sowie zur Erklärung räumlich differenzierter stadtklimatischer Muster. Benjamin Bechtels Forschungsarbeiten sind nicht nur in einem Themenfeld von wachsender Relevanz angesiedelt, sondern sie versuchen darüber hinaus, die Brücke zwischen Stadtklimatologie und urbaner Fernerkundung zu stärken.


Weitere Geographie-Preise und Wettbewerbe: