CfP: Sozialer Wandel, neue Technologien und andere Mobilität? – Fachliche und institutionelle Herausforderungen für die Mobilitätsforschung

CfP: Sozialer Wandel, neue Technologien und andere Mobilität? – Fachliche und institutionelle Herausforderungen für die Mobilitätsforschung

07.12.2016

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Interdisziplinäre Konferenz des Arbeitskreises Verkehr der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG), gemeinsam mit dem Pegasus-Netzwerk für Mobilitäts- und Verkehrsforschung und der DVWG FrankfurtRheinMain
18.-20.5.2017, Goethe-Universität Frankfurt am Main
 
Call for Paper: Sozialer Wandel, neue Technologien und andere Mobilität? – Fachliche und institutionelle Herausforderungen für die Mobilitätsforschung
 

Die Verkehrs- und Mobilitätsforschung ist zunehmend inter- und transdisziplinär organisiert. Seit mehr als 20 Jahren gibt es neben Beiträgen aus der klassischen ingenieurs-, planungs- oder wirtschaftswissenschaftlichen Verkehrsforschung ebenso Beiträge aus einer Vielzahl vorrangig sozial-, raum-, umwelt- oder kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Mit den verschiedenen fachspezifischen Traditionen gehen unterschiedliche Diskussions- und Publikationskulturen einher, welche einen disziplinübergreifenden Diskurs ohne entsprechende wissenschaftliche Institutionalisierungen (Gesellschaften, Fachzeitschriften, DFG-Kollegien) erschweren oder gar verhindern. Zugleich sind die entsprechenden fachwissenschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter in ihren eigenen Disziplinen häufig nur von randständiger Bedeutung, so dass die Verkehrs- oder Mobilitäts-Subdisziplinen z. B. in den Sozialwissenschaften oder der Psychologie, aber auch in der Geographie, Volkswirtschaft und vielen anderen Disziplinen allenfalls eine geringe Bedeutung haben.

 

Im vergangenen Jahr gab es einige Bestrebungen – etwa mit Blick auf die Anstrengungen des Bundes hinsichtlich der Erreichung von Klimazielen oder der Zukunft unserer Städte – die Verkehrs- und Mobilitätsforschung in Deutschland thematisch und institutionell zu stärken (z.B. eine von der Mercator-Stiftung initiierte Workshop-Reihe am WZB und InnoZ in Berlin, eine aktuelle Ausschreibung des BMBF zum Agenda-Setting für Mobilitätsforschung).

 

Die Konferenz knüpft an diese Entwicklungen an und zielt über den Austausch zu Themen und Inhalten darauf ab, die bestehenden Diskussionen zur Zukunft der Mobilitätsforschung in Deutschland weiterzuführen. Zentral soll Freiraum für sowohl inhaltliche wie auch organisatorisch-institutionelle Fragen geschaffen werden. Erbeten werden klassische Vortragsangebote oder Vorschläge mit alternativen Sitzungsformaten (Diskussionsrunden, World-Café, Workshops o.ä.) zu nachfolgenden zwei Schwerpunkten:

 
(1) Inhaltlich – Sozialer Wandel, neue Technologien und andere Mobilität:

  • Aktuelle Forschungsergebnisse zu den Grundlagen der Mobilitätsforschung
  • Anwendungsfragen und Umsetzungen in der Praxis: Welche Fragestellungen werden in der Praxis behandelt und erfordern weitere Forschungsarbeiten? Was können wir aus den Erfahrungen vor Ort lernen, welche Umsetzungserfahrungen gibt es?
  • Forschungsfragen des wissenschaftlichen Nachwuchses (ein Nachwuchsforum soll Raum für Projekte in einer Frühphase bieten, das Format dient der Diskussion erster Ideen, dem Methodendesign oder einer möglichen Ergebnisinterpretation)

(2) Organisatorisch-institutionell:

  • Genügen die derzeitigen institutionellen Strukturen der Verkehrs- und Mobilitätsforschung den Ansprüchen einer modernen und innovativen wissenschaftlichen Disziplin (insbesondere auch die bestehenden Konferenz- und Tagungsreihen)? Wie können sich etablierte Netzwerke weiterentwickeln und im interdisziplinären Diskurs bestehen? Wie könnte die Zusammenarbeit auch mit entsprechenden internationalen Institutionen gelingen?

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge (Abstract mit 250 bis max. 500 Wörtern, Zuordnung zu Themenbereich oder Sitzungsformat) bis zum 13. Januar 2017 per Email an Martin Lanzendorf (lanzendorf@geo.uni-frankfurt.de) und Mathias Wilde (wilde@geo.unifrankfurt.de).

 

Die Jahrestagung findet vom 18. bis 20.5.2017 an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt und wird von der Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung am Institut für Humangeographie organisiert. Dieses Jahr findet die AK Verkehr Tagung gemeinsam mit dem Pegasus Netzwerk und der DVWG FrankfurtRheinMain statt. Das Pegasus Netzwerk ist ein unabhängiges Nachwuchsnetzwerk, das ein disziplinübergreifenden Austausch ermöglicht (Infos zum Netzwerk: www.pegasus-netzwerk.de). Die DVWG FrankfurtRheinMain bildet eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis.

 

Kontakt:

Martin Lanzendorf (lanzendorf@geo.uni-frankfurt.de)

Mathias Wilde (wilde@geo.uni-frankfurt.de)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Humangeographie
Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60629 Frankfurt am Main

 

 

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