CfP: Global South Studies Center

CfP: Global South Studies Center

30.04.2018

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WAS: “Mehr als nur ein fairer Preis. Fachtagung zum Forschungsstand des fairen Handels im deutschsprachigen Raum”

WANN: 23.-25.09.2018

WO: Universität zu Köln

 

Call for Papers

 

“Mehr als nur ein fairer Preis. Fachtagung zum Forschungsstand des fairen Handels im deutschsprachigen Raum”

Global South Studies Center der Universität zu Köln und TransFair e.V.

 

Der Faire Handel befindet sich seit Jahren auf einem kontinuierlichen Wachs-tums­kurs und ist aus der öffentlichen Wahrnehmung und den Supermarktrega­len nicht mehr wegzudenken. Während das Thema immer stär­ker in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen präsent ist, nimmt die wissenschaft­liche Ausei-nandersetzung mit dem Fair­en Handel und seinen Auswirkun­gen auf Themen-gebiete wie z.B. Produktionsbedingungen, Vermark­tung, Konsumverhalten, Handelsbedingungen, Partizipation und Mitbestimmung im deutschsprachigen Raum vergleichsweise wenig Raum ein.

 

Ko-finanziert durch das EC DEAR-Programm (Development Education and Aware­ness-Raising) der Europäischen Union wird TransFair e.V. in Kooperation mit dem Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln vom 23.-25.9.2018 daher eine Fachtagung zum „Forschungsstand des fairen Handels im deutsch-sprachi­gen Raum“ veranstalten. Die Tagung findet an der Universität zu Köln statt.

 

Ziel der Tagung ist es, den Fairen Handel kritisch in den Blick zu nehmen und dabei der deutschsprachigen Forschung zu diesem Themenfeld ein Forum des interdisziplinären Austausches und der akademischen Vernetzung zu bieten. Langfri­stig soll die Tagung eine stärkere wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Fairen Handel fördern, die das Thema umfassend und empirisch fundiert beglei­tet. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf einer sozial- und geisteswissenschaftli­chen Betrachtung von ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen im Zusammenhang mit Fairem Handel im In- und Ausland. Eingeladen sind Wissen­schaftlerInnen aller, vorrangig aber geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen, die sich in ihrer Forschung bereits mit Themengebieten wie CSR, New Economic Thinking, Ethical Consumption, Postwachstum, Klimawandel, solidari­schen Wirtschaftsformen sowie Nachhaltigkeit beschäftigt haben und ihre Forschung zum fairen Handeln ausbauen möchten.

 

Mögliche Themenschwerpunkte der Fachtagung sind:

  • Historisch-strukturelle Einordnung der Fairhandelsbewegung im deutsch-sprachi­gen Raum, zivilgesellschaftlicher Anspruch und Relevanz, sowie Institutionalisierung und Organisationsformen
  • Dynamik und Entstehungsprozesse sozialökologischer Standards und Zertifizierun­gen durch fairen Handel als soziale Bewegung
  • Konsum- und Wirkungsforschung: „Fair“ als Marketingstrategie innerhalb von Nachhaltigkeitsdebatten oder als Wegbereiter einer nachhaltigen Transition un­ter Berücksichtigung von Produzenten-Konsumenten-Beziehungen
  • Bewertung von ökonomischen Grundannahmen des Fairen Handels und deren Wirkungsweisen, wie Produktionsbedingungen, Kosten für nachhaltige Produk­tion, living wages, living income, Mindestpreise, Handelsgerechtigkeit
  • Bewertung von soziologischen Grundannahmen des Fairen Handels und deren Wirkungsweisen, wie Demokratie, Partizipation, Maßnahmen gegen Diskrimi-nie­rung
  • Bewertung von sozioökologischen Grundannahmen und deren Wirkungswei­sen, wie Mensch-Umwelt-Beziehungen im Fairen Handel, Auswirkungen des Klima­wandels und der Endlichkeit von Ressourcen auf Produktionsräume und Han­delsbeziehungen
  • Betrachtung der Fairhandelsbewegung in asymmetrischen Macht- und Han-delsbe­ziehungen
  • Humanismus und Menschenrechte in fairen Lieferketten im Vergleich zu kon-ventio­nellen Modellen
  • Wirkungsweisen und Effektivität verschiedener Ansätze (fair vs. konventionell) in der Kapitalismuskritik
  • Einschätzung zur Gewichtung der Rolle und Reichweite verschiedener Akteure und Aktionsformen in der Gestaltung des globalen Handels aus Politik, in sozia­len Bewegungen, in NGO’s oder Verbänden, durch bewussten Konsum

 

Abstracts zu diesen thematischen Schwerpunkten oder verwandten Themen soll­ten maximal 500 Zeichen umfassen. Beiträge von NachwuchswissenschaftlerIn­nen (MA und PhD) sind ausdrücklich erwünscht. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Thematisch werden die ausgewählten Beiträge in Tagungspanels gebündelt und zeit­nah ins Tagungsprogramm aufgenommen. Als Ergebnis der Tagung ist die Herausgabe eines Sammelbandes mit ausgewählten Beiträgen ge­plant. Dieser Sammelband wird in deutscher Sprache erscheinen. Das GSSC organi­siert die Unterbringung der TeilnehmerInnen in Hotels für zwei Nächte. Außerdem werden die Kosten für eine Anreise per Bahn (2. Klasse) übernom­men.

 

Bitte schicken Sie die Abstracts bis zum 28. Mai 2018 per Mail als PDF an

katharina.diederichs@uni-koeln.de.

Weitere Infos finden Sie auch auf:

gssc.uni-koeln.de

www.fairtrade-deutschland.de

 

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