CfP: 12 Jahre AK Hochschullehre, Tagung am 22./23. Juni 2018 in Würzburg

CfP: 12 Jahre AK Hochschullehre, Tagung am 22./23. Juni 2018 in Würzburg

06.02.2018

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Top 1: Von der Überblicksexkursion zur Spurensuche, vom Exkursionsprotokoll zur App?
Aktuelle Entwicklungen in der Exkursionsdidaktik und bei Geländeübungen in der Hochschullehre

 

Exkursionen und Geländeübungen gehören zum Standardprogramm des Geographiestudiums. Sie dienen der Vertiefung erlangten theoretischen Wissens und unterstützen den nachhaltigen Kompetenzaufbau und die Persönlichkeitsentwicklung bei Studierenden, was sowohl von Seiten der Fachwissenschaft als auch von der Fachdidaktik angestrebt wird. Es gibt aktuell eine Vielzahl von fachdidaktischen Studien und Forschungsarbeiten zur Exkursionsdidaktik. Es fehlt jedoch eine systematische Zusammenschau fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und lernpsychologischer Zugänge und Erkenntnisse, insbesondere im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung von Hochschullehre. Mobiles Lernen, digitale Lehrpfade, mit Smartphone und Tablet auf Exkursion – ist das wirklich neu, oder nur eine Erweiterung oder gar Wiederbelebung hergebrachter Herangehensweisen? Wird hierbei überhaupt ein Mehrwert erzielt und wenn ja, worin liegt dieser? Diese Thematiken sollen bei der nächsten Jahrestagung des AK Hochschullehre Geographie breit diskutiert werden.

 

Was macht Exkursionen und Geländeübungen zu integrierenden Säulen und „Highlights“ im Geographiestudium? Wie ist es gelungen, dieses Veranstaltungsformat in Bachelor- und Masterstudiengänge hinüberzuretten und was hat sich geändert? Wie können die traditionelle dozentenzentrierte Überblicksexkursion und angeleitete Geländeübungen durch Exkursionskonzepte mit einem hohen Grad an selbstorganisiertem, kooperativem, entdeckenden Lernen vor Ort ersetzt werden? Welche Rolle spielen mobiles Lernen, digitale Lehrpfade sowie der Einsatz von Smartphone, Tablet und Geomedien? Wo liegen die Grenzen von „Exkursionen 4.0“? Welche Möglichkeiten bestehen, Exkursionen und Geländeübungen mit vorbereitendem Selbststudium zu verknüpfen und welcher Mehrwert kann hierbei erzielt werden?

 

Erwünscht sind sowohl die Vorstellung von Good-Practice Beispielen als auch theoretische Beiträge im Sinne einer kritischen, modernen Exkursionsdidaktik. Es besteht die Überlegung (Kontakt mit Verlag ist angestoßen), die Beiträge im Anschluss an die Tagung in einem Herausgeberband zu publizieren.

 
 

Top 2: Studierendenschaft: Vielfältiger, bunter …herausfordernder?

 

Die veränderte Zusammensetzung der Studierendenschaft, deren zunehmende Heterogenität in Bezug auf soziale und kulturelle Herkunft, Alter und religiöser Überzeugung sowie die steigenden Übergangsquoten der Studienberechtigten eines Jahrgangs an die Hochschulen stellt die Hochschulen zunehmend vor neue Herausforderungen. Besonders in den Fokus geraten hier die sich wandelnden Bedürfnisse und Lebenssituationen der Studierenden, die Optimierung der Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Hochschule, die neue Generation Y & Z als digital Lernende, Schaffung von Angeboten für spezielle Zielgruppen, Internationalisierung sowie die Förderung gleichstellungsorientierter Strukturen und Maßnahmen.

Welche Auswirkungen hat die zunehmende Heterogenität der Studierendenschaft für Studium und Lehre insbesondere für die geographische Hochschullehre? Gibt es Veränderungen der Studierendentypen und deren Entwicklungen, die vermehrt auftreten? Gibt es bereits digital Lernende versus traditionelle Studierende, die noch analog unterwegs sind/ waren? Wie kann man darauf reagieren? Wie sind Studienangebote und –strukturen an die Veränderung der Zielgruppen und deren spezifischer Bedürfnisse anzupassen und welche Erfahrungen gibt es hierbei aus der Geographie? Welchen Beitrag kann gerade das Fach Geographie an Hochschulen leisten, die unterschiedlichen Dimensionen von „Diversity“ und „Gender“ in der Lehre aufzugreifen und theoretisch zu vermitteln sowie Studierende die Weiterentwicklung ihrer Selbstreflexionskompetenzen bezüglich ihres eigenen Handelns im Umgang hiermit zu ermöglichen?

Erwünscht sind sowohl die Vorstellung von good practice Beispielen als auch theoretische Beiträge, die sich mit Vielfalt und Differenz, der Veränderung der Studierendenschaft an deutschen Hochschulen und den Umgang damit insbesondere in der geographischen Hochschullehre auseinandersetzen.

 

Einreichung für Vorträge:
Wir laden daher herzlich dazu ein, einen Vorschlag für einen Vortrag zu TOP1 oder TOP2 für die diesjährige Tagung des AK Hochschullehre einzureichen.

 

Abstracts für Vorträge von rund 250 Wörtern sind herzlich willkommen und können bis zum 05. März 2018 unter hochschullehre.geographie@sbg.ac.at (oder an angela.hof@sbg.ac.at) mit dem Betreff „CfP AK Hochschullehre 2018“ eingereicht werden.

 

Vorträge:
Die Dauer des Vortrags sollte 20 Min. (max.) nicht überschreiten und der Inhalt zu anschließenden Diskussionen anregen.

 
 

Im Auftrag des AK Hochschullehre Geographie
Janine Bittner (Salzgitter), Angela Hof (Salzburg) und Angelika Hoppe (Karlsruhe)

 
 
NEU!!!
In einigen Bundesländern können Teilnehmer_innen der AK-Tagung sich die Teilnahme für ihre hochschuldidaktische Zertifizierung anerkennen lassen:

  • in NRW mit 8 Arbeitseinheiten im wahlfreien Bereich,
  • in Bayern und Niedersachsen in einem Umfang entsprechend des Programms nach Rücksprache
  • in Bremen mit vermutlich 10 Arbeitseinheiten nach Rücksprache,
  • an der Uni Frankfurt in Modul II entsprechend eines Workshoptags
  • in Mittelhessen nach Rücksprache im freien, aber auch Wahlpflicht- oder Pflichtbereich
  • in Berlin im Modul II des Berlin Zertifikats für Hochschullehre
  • in Baden-Württemberg nach Absprache mit bis zu max. 16 Arbeitseinheiten, am KIT mit mindestens 8 Arbeitseinheiten in Modul II
  • in Brandenburg Anerkennung von max. 8 Arbeitseinheiten in Modul II nach individueller Absprache
  • in Thüringen entsprechend einem eintägigen Workshop im Wahlpflichtbereich des Zertifikatsprogramms „Basic“

 

CfP (PDF)